Leseprobe

Einleitung

Ich werde Euch vorerst aus meinem Leben erzählen, wie ich Gott und Jesus Christus kennenlernte, viele Beweise erhielt und etliche Wunder erlebte.

Danach werde ich Euch auch einiges aus der Bibel erzählen, für mich besonders wichtige Worte, die mich immer sehr bestärkt haben, um auf Gottes einzigem Weg sicher zu gehen. Es sind Worte, die man normalerweise nicht von der Kanzel hört.
Ich habe in meinem Leben schon viele Menschen gesehen, die in einem Buch lasen. Aber noch nie jemanden, der in der Bibel las. Wenn die Leute nur schon Bibel hören, verhalten sie sich, wie wenn sie hochgiftig wäre. Und erst noch in ihr zu lesen und erst noch wenn jemand zuschauen würde, das wäre der absolute Untergang. Man müsste sich ja in Grund und Boden schämen. Ja nie in die Nähe einer Bibel kommen.

Ich werde Dich zum Staunen bringen, ich werde Dir zeigen, wie einmalig die Bibel ist. Fang an zu lesen und überrasche Dich selbst.

Wenn Du dir Mühe gibst, wirst Du Weisheit erlangen.

Gott sagt: Wenn jemand wirklich Weise werden will, dann muss er zuerst die ganze Schlauheit dieser Welt abschütteln, bevor er wirklich Weise werden kann. Weisheit heißt nichts anderes, als Gott ernst nehmen, ihn lieben, ihm vertrauen, auf ihn hoffen, mit ganzer Kraft, mit all unserem Tun und Denken, an ihn glauben, gestern, heute und morgen bis in alle Ewigkeit – Amen!

Glaubt ja nicht, dass ich ein absoluter gradliniger Bursche war oder bin, oder sonst ein tadelloser frommer Mensch. Revolutionär oder Schlitzohr wäre der bessere Ausdruck. Aber was ich auch bin, ich half immer den Schwächeren und Unterdrückten. Ich verachte Hinterhältigkeit, Lügen, Intrigen, Heuchelei, Falschheit und besonders die sogenannten Gutmenschen, die aussehen wie Schäflein, aber in Wahrheit Wölfe sind. Ich war immer auf mich selbst gestellt und musste mich in meinem Leben regelrecht durchkämpfen. Wenn's darauf ankam, dass ich Hilfe brauchte, da waren alle meine vermeintlichen Freunde verschwunden. Aber fangt an zu lesen, es wird Euch nicht langweilen.......

 

Gewitterflug über der Nordsee mit Motorausfall


Wieso ich mich zu diesem Flug meldete, weiß ich heute noch nicht, es war reiner Selbstmord. „A Flight of no return", ein Flug ohne Wiederkehr.
Eines Nachmittags, es war sehr heiß, die Luft war schwül, in weiter Ferne hörte man unaufhörlich rollenden Donner in Richtung Meer. In Emden war das Wetter noch einigermaßen gut. Der Flugbetrieb war praktisch eingestellt. Ich saß mit ein paar anderen Piloten im Flight Office, plötzlich ging die Türe auf, der Chef kam herein und sagte, da wäre noch ein Passagier, der noch dringend auf die Insel Borkum fliegen müsste. "Wer will den Flug bei diesem Wetter machen?" Alle schauten sich gegenseitig an, aber niemand meldete sich. Ich stand auf und sagte zum Chef "gut ich mache den Flug". Wir flogen auch öfters VIP, Regierungsbeamte, Schauspieler, Schlagersänger usw. Mein Fluggast war einer von der Regierung. Ich nahm den Gast gleich mit zum Flugzeug, er hatte nur einen Aktenkoffer, kein größeres Gepäck.


Nach drei Minuten waren wir schon in der Luft, ich sah, dass das Wetter massiv schlechter wurde. Mein Fluggast sagte "oh, das Wetter hier oben sieht schlimmer aus als am Boden", aber er habe einen sehr dringenden Termin auf der Insel, es tue ihm Leid, dass ich jetzt bei diesem Wetter noch fliegen muss. Ich gab ihm zur Antwort "ist nicht so schlimm, wir schaffen das schon". Als ich auf die Küste zuflog, sah ich nur noch eine kohlenrabenschwarze Gewitterfront. Die Wolken schraubten sich förmlich in die Höhe. Ich wusste, wenn ich dort hinein fliege, dann wird es bestimmt kein normaler Flug. Jetzt wäre es Zeit den Flug abzubrechen, aber ich habe es nicht gemacht, stattdessen meldete ich über Funk: „Überflug Küste", jetzt ging es rein in die schwarze Gewitterwand. Eine Minute später war ich in der Hölle, Sicht absolut Null, starker Regen setzte ein, es schaukelte das Flugzeug hin und her wie eine Feder. Ich glaubte, es zerreiße die Maschine jeden Moment. Donner und Blitz wechselten sich in sekundenschnelle ab, ich wusste nicht recht, ob es noch hagelte, solch großer Lärm war rings um uns. In einem Gewitter kann sich die Luft sehr schnell abkühlen, es könnte eine Vergaservereisung geben, dann wäre ein Motorausfall die Folge. Ich machte den Vergaser Check und zog den betreffenden Hebel dazu und führte direkt warme Luft in den Vergaser. Wenn der Vergaser vereist ist, würde die Motorendrehzahl zunehmen. Achtung, gerade in diesem Moment fiel der Motor aus, die Drehzahl ging fast auf Null zurück. Ich gab über Funk sofort ein Mayday durch: "Rufzeichen: DEGNU, Motorausfall über der Nordsee, zwischen Emden und Borkum". Meine rechte Hand ging unter den Sitz von meinem Passagier, ich streckte ihm eine Schwimmweste entgegen und brüllte "anziehen!" Dabei sah ich in sein Gesicht, er war aschgrau und bleich wie eine Leiche. Aber ich hatte keine Zeit mehr, mich mit ihm abzugeben. Jetzt musste alles sehr schnell gehen, meine Schwimmweste anzuziehen, dazu hatte ich keine Zeit. Wäre aber nötig gewesen, denn ich konnte nicht Schwimmen.

 

So sah es aus, bevor ich die Küste überflog in die Nordsee hinaus

nordsee

©R. Titze

Was war geschehen, warum der Motorausfall? Mir war sofort klar, was passiert war. Bei dieser Klappe, die ich umgestellt hatte, hat sich Regenwasser angesammelt, dieses Wasser ging beim Umstellen der Klappe alles auf einmal in den Motor rein. Durch die Geschwindigkeit des Flugzeugs drehte sich der Propeller noch, jedoch ohne Leistung abzugeben. Das Drehen des Propellers war gut, so konnte das Wasser wieder aus dem Motor ausgepumpt werden. Ich hatte nur ein Ziel, den Motor wieder in Gang zu bringen. Ich betätigte den Anlasser immer und immer wieder. Es kamen Funkmeldungen rein, ich ignorierte sie, ich hatte keine Zeit zu verlieren. Ich schaute dazu immer durch die Windschutzscheibe, ob der Propeller wieder schneller drehe, denn hören konnte ich nur das tobende Gewitter. Natürlich beobachtete ich beim betätigen des Anlassers den Motorendrehzahlmesser, aber er blieb fast bei Null. Plötzlich sah ich in einem Winkel von etwa 30 Grad nach unten etwas Weißes. Ich brauchte nicht lange, um zu sehen, was es ist, denn wir waren ja nur etwa 500 Meter über der Nordsee als die Misere passierte und sanken sehr schnell. In der nächsten Sekunde sah ich die weiß schäumenden Meereswellen, die sehr rasch auf uns zukamen. Jetzt wusste ich, in ein paar Sekunden sind wir in den kalten Fluten....